Episode's summary
Deutschland braucht Reformen, darin sind sich alle einig. Nur auf wessen Kosten? Im aktuellen ZDF-Politbarometer halten 80 Prozent der Befragten die Reformvorhaben der Bundesregierung für ungerecht. Ob die Abschaffung der „Rente mit 63“ oder die Kürzungen beim Elterngeld – immer trifft es offenbar die Falschen. Die Koalition reagiert, zieht bereits angekündigte Reformen zurück, auch aus Angst vor einem weiteren Erstarken der politischen Ränder. Lähmt der Streit um Gerechtigkeit das Land? Was kann die Politik der gefühlten Ungerechtigkeit entgegensetzen? Michael Risel diskutiert mit Ralph Bollmann – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung; Prof. Dr. Stefan Sell – Sozialwissenschaftler, Hochschule Koblenz; Dr. Ursula Weidenfeld – freie Wirtschaftsjournalistin
Deutschland braucht Reformen, darin sind sich alle einig. Nur auf wessen Kosten? Im aktuellen ZDF-Politbarometer halten 80 Prozent der Befragten die Reformvorhaben der Bundesregierung für ungerecht. Ob die Abschaffung der „Rente mit 63“ oder die Kürzungen beim Elterngeld – immer trifft es offenbar die Falschen. Die Koalition reagiert, zieht bereits angekündigte Reformen zurück, auch aus Angst vor einem weiteren Erstarken der politischen Ränder. Lähmt der Streit um Gerechtigkeit das Land? Was kann die Politik der gefühlten Ungerechtigkeit entgegensetzen? Michael Risel diskutiert mit Ralph Bollmann – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung; Prof. Dr. Stefan Sell – Sozialwissenschaftler, Hochschule Koblenz; Dr. Ursula Weidenfeld – freie Wirtschaftsjournalistin
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Streit um Gerechtigkeit – Wer muss welche Lasten tragen?
ListenedDeutschland braucht Reformen, darin sind sich alle einig. Nur auf wessen Kosten? Im aktuellen ZDF-Politbarometer halten 80 Prozent der Befragten die Reformvorhaben der Bundesregierung für ungerecht. Ob die Abschaffung der „Rente mit 63“ oder die Kürzungen beim Elterngeld – immer trifft es offenbar die Falschen. Die Koalition reagiert, zieht bereits angekündigte Reformen zurück, auch aus Angst vor einem weiteren Erstarken der politischen Ränder. Lähmt der Streit um Gerechtigkeit das Land? Was kann die Politik der gefühlten Ungerechtigkeit entgegensetzen? Michael Risel diskutiert mit Ralph Bollmann – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung; Prof. Dr. Stefan Sell – Sozialwissenschaftler, Hochschule Koblenz; Dr. Ursula Weidenfeld – freie Wirtschaftsjournalistin
Nord-Stream vor Gericht – Wer sprengte die Ostsee-Pipelines?
ListenedVor dem Hamburger Oberlandesgericht beginnt heute (14. Oktober) der erste Prozess rund um die Nord-Stream-Explosionen im September 2022. Angeklagt ist der Ukrainer Serhji K. Ihm werden Kriegsverbrechen und das Herbeiführen von Sprengstoffexplosionen vorgeworfen. Er soll das Sabotageteam geleitet haben, das die Gaspipelines Nord-Stream 1 und 2 in der Ostsee sprengte. Zur Aufarbeitung vor Gericht kommt die politische, denn Deutschlands Nord-Stream Geschichte gleicht einem Polit-Krimi. Was ist vom Prozess zu erwarten? Wie wahrscheinlich ist eine staatliche ukrainische Beteiligung? Wo steht die politische Aufarbeitung? Andrea Beer diskutiert mit Steffen Dobbert – Journalist und Autor; Prof. Dr. Claudia Kemfert – Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin; Holger Schmidt – SWR-Journalist und ARD-Geheimdienstexperte
Macht, Wissen, Grenzgänger – Was fasziniert noch heute an Michel Foucault?
ListenedEr war eine Art Superstar der französischen Geisteswelt: Michel Foucault. Philosoph, Historiker, Anthropologe, Soziologe, Aktivist. Ein unkonventioneller Professor im Rollkragenpullover, der auch auf die Straße ging und Gefängnisinsassen zu einer eigenen Stimme verhalf. Dabei aber auch hoch akademisch über das Verhältnis zwischen Macht und Gesellschaft philosophierte und über unser Denken in historisch geprägten Kategorien. Am 15. Oktober wäre Michel Foucault 100 Jahre alt geworden. Was macht ihn bis heute zu einer solch schimmernden Figur, deren Werke nicht an Wirkmacht verloren haben? Und wie ist der Mensch hinter diesem großen Denker zu begreifen? Antje Allroggen diskutiert mit Prof. Dr. Philipp Felsch – Kulturwissenschaftler an der HU Berlin; Dr. habil. Jens Kastner – Soziologe und Kunsthistoriker, Wien; Cord Riechelmann – Biologe und Philosoph
Selbst ist der Bürger – Wieviel Staat muss sein?
ListenedStädte und Gemeinden haben zu wenig Geld, sie müssen Bäder und Museen schließen, Busverbindungen streichen und Kita-Zeiten reduzieren. Das verursacht Frust und miese Laune – aber spornt manche auch an, sich zu engagieren: Für das Gemeinwohl betreiben sie Zugstrecken, Schwimmbäder, Senioren-WGs und Bürgerpatrouillen. Sind solche Ehrenamtlichen Lückenbüßer oder Vorbild? Was ist gut machbar, wenn der Staat nicht liefert? Und wo ist er unverzichtbar? Marion Theis diskutiert mit Apl. Prof. Dr. Felix Heidenreich – Politikwissenschaftler; Hanna Kribbel – Sozialforscherin; Severin Rommeler – Bürgermeister von Sauldorf
Ziemlich gute Nachbarn – Wie steht es um die tschechisch-deutsche Freundschaft?
ListenedTschechien ist in diesem Jahr Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse. Mehr als 70 Autorinnen und Autorinnen kommen nach Frankfurt, um ihre Bücher vorzustellen und um auf die vielfältige Kulturszene in Tschechien aufmerksam zu machen. Ein Anlass, um nicht nur über Literatur zu sprechen, sondern auch über gemeinsame Geschichte, alte Verletzungen und neue Nachbarschaft. Was trennt und was verbindet Deutschland und Tschechien – historisch, politisch und kulturell? Eva Röder diskutiert mit Dr. Radka Denemarková – Schriftstellerin und Übersetzerin; Jaroslav Rudiš – Schriftsteller und Musiker; Prof. Dr. Martin Schulze-Wessel –Osteuropahistoriker an der Universität München